Bitte speichern!

Die digitale Datenmenge wächst ständig - Speicherlösungen sind gefragt


Wissen Sie auf Anhieb, was die Zahl 1.000.000.000.000 bedeutet? Das sind tausend Gigabyte oder ein Terabyte - eine Datenmenge, die sich noch vor ein paar jahren kaum ein Computer-Benutzer vorstellen konnte, die aber heute fast jedem User geläufig ist.

Eine 40 GB-Festplatte im Laptop und ein USB-Stick mit 250 MB - das war noch Standart vor nicht allzu langer Zeit. Derzeit haben gängige Notebooks immittleren Preissegment Festplatten mit 320 - 500 GB, und auf einem USB-Stick können bis zu 256 GB gespeichert werden.

USB-Sticks voll im Trend


Die Speichersticks, die man völlig unaufwendig mitnehmen kann (zum Beispiel als Schlüsselanhänger), eignen sich aber nicht nur als Daten-, sondern auch als Werbeträger. Viele Firmen bieten schon für wenige Euro farbenfrohe und modern designte Sticks mit individuellem Logo- oder Textaufdruck an.

Die kleinen Helfer eignen sich aber nicht nur zum Speichern von Bildern oder Texten, man kann auf ihnen ganze portable Arbeitsumgebungen einrichten. Das bedeutet, dass man seine Computerprogramme bei sich hat und sie prinzipiell an jedem Rechner nutzen kann. Das können Browser, E-Mail-Programme (mit allen E-Mails), Chat- oder FTP-Programme oder auch komplette Office-Pakete mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationsprogramm sein. Mit einem USB-Stick ist man nicht mehr so stark an einen Rechner gebunden, um etwa seine E-Mails zu bearbeiten oder Briefe zu schreiben, deshalb eignet sich eine solche Arbeitsumgebung für Anwender mit wechselnden Arbeitsplatzrechnern. Nachteile einer solchen portablen Arbeitsumgebung: Programme laden vom Stick wesentlich länger in den Arbeitsspeicher und die Daten sind einem deutlich höheren Risiko ausgesetzt, sobald man mit dem USB-Stick das Haus verlässt oder ihn an einen fremden Rechner ansteckt.

Solid State Drives (SSDs), die sich bisher wegen geringerer Speicherkapazität und höherer Kosten gegenüber herkömmlichen Festplatten noch nicht vollständig durchsetzen konnten, werden jetzt verstärkt von namhaften Herstellern zu erschwinglichen Preisen angeboten. Dank ihrer kurzen Reaktionszeiten sind sie vor allem zum Einsatz in mobilen Geräten geeignet.

Externe Festplatte oder Home Server?


Externe Festplatten sind zwar nicht so leicht zu transportieren wie USB-Sticks, arbeiten aber schneller und verfügen über eine große Speicherkapazität. Modelle mit 1-2 Terabyte werden von vielen herstellern angeboten und dank des großen Angebots sind auch die Preise recht günstig. Die Speicherkapazität dürfte für die meisten Anwender ausreichen, und wer noch mehr Speicher benötigt, kann zum Beispiel auf eine externe Festplatte von LaCie mit 4 TB zurückgreifen.

In über 80 Prozent der deutschen Haushalte steht mindestens ein Computer, und die Zahl der Haushalte, in denen mehrere PCs, Notebooks oder Netbooks zu finden sind, steigt ständig. Um nicht umständlich per externem Speichergerät Daten von einem zum anderen Rechner transportieren zu müssen, erfreuen sich Home Server zunehmnender Beliebtheit. Zentrale Speicherung von Daten, automatisierte Sicherung der angeschlossenen Computer und uneingeschränkter Zugriff auf Dateien zu Hause und von unterwegs per Internet sind die Vorteile dieser Speicherlösung. Ein weiteres Plus ist die Benutzerfreundlichkeit, denn um ein Heimnetzwerk einzurichten und zu bedienen, muss man keine Server-Administratoren-Kenntnisse besitzen. In den meisten Fällen genügt es, das System anzuschließen und die Installations-CD einzulegen, um den Server in Betrieb zu nehmen.

Bei dem großen Angebot an Speichermedien fällt es dem Anwender häufig nicht leicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Hier ist der Rat des Fachhändlers gefragt, der den Kunden kompetent berät, welche Speicherlösung am besten auf seine Bedürfnisse und Ansprüche zugeschnitten ist.

Explosion des Datenvolumens


Eine Studie des Marktforschungsunternehmens IDC hat ergeben, dass das sogenannte digitale Universum bis zum Jahr 2011 um 60 Prozent anwachsen wird. Dies entspräche dann einem Gesamtdatenvolumen von ungefähr 1800 Exabyte, umgerechnet bedeutet dies 1,8 Billionen Gigabyte. Die Ursache für diese enorme Entwicklung liegt vor allem in der hohen Verbreitung von Digitalkameras und des digitalen Fernsehens. Eine andere Ursache für das rasant gestiegene Datenaufkommen ist die zunehmende Popularität von sozialen Netzwerken.

Speicher aus der Steckdose


Das Management der Datenmengen, die durch die zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen entstehen, ist eine besondere Herausforderung für Unternehmen - Virtualisierung, Duplizierung und Thin Provisioning sind hier Lösungsansätze. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), wo häufig das Fachwissen für eine fundierte Storage-Strategie fehlt, bietet sich Storage as a Service (STaaS), der "Speicher aus der Steckdose", als Alternative an. Statt eine eigene kostenintensive Infrastruktur aufzubauen, werden Speichersysteme oder Teile davon an einen Dienstleister ausgelagert. Das Unternehmen braucht sich nicht um technische Finessen zu kümmern, muss keine teuren Spezialisten für den Betrieb hinzuziehen und kann in der Regel Kosten sparen, denn Speicherplatz und Support-Leisuntgen werden zu Fix-Preisen bezogen. Der Hauptvorteil dieses Modells liegt aber in der Flexibilität: Werden zusätzliche Speicherkapazitäten oder höhere Verfügbarkeit benötigt, mussen nur die Dienstleistungsverträge angepasst, aber keine Hardware-Investitionen getätigt werden. Dadurch kann sich ein KMU wieder auf die eigentliche Geschäftstätigkeit konzentrieren, ohne allzu viele Ressourcen für die Informatik zu binden. Laut einer IDC-Studie haben sich in Westeuropa bereits viele Firmen mit dem Thema befasst, häufig herrschen aber noch Vorbehalte in den Unternehmen, vor allem hinsichtlich der Sicherheit bei der Auslagerung von geschäftskritischen Daten.

Risiko?


Wo viel ist, gibt es auch viel zu holen - mit der Zunahme der Datenmenge steigen auch die Risiken und die Notwendigkeit, diese Daten zu schützen. Das Internet mit seinen offenen Strukturen läft Cyberkriminelle geradezu zum ANgriff auf Computer und Computer-Netzwerke ein. So schätzt der Chef des renomierten Antivirenherstellers Kaspersky die Schadenssumme durch Cyber-Kriminalität auf 100 Milliarden Dollar im Jahr.

Vergangenes Jahr hat Kaspersky im Durchschnitt 40.000 neue Viren pro Tag entdeckt. Die Mehrheit davon kam aus China, gefolgt von den USA und Russland. Die größte Bedrohung aber sind die sogenannten Bot-Netze, die aus Millionen Rechnern bestehen können, die von ein und demselben trojanischen Pferd gekapert wurden. Der Entsender könne mit diesen Computern massive Attacken auf Server starten und laut Kaspersky ganze Staaten und Ökonomien lahmlegen. Da Bot-Netze inzwischen sehr modular aufgebaut sind und verschiedene Malware-Typen bündeln, gibt es kaum einen Ansatz, der die Gefahr komplett ausschaltet. Daher ist es wichtig, das ganze Netzwerk und sämtliche Endpunkte zu sichern.

Mit der zunehmenden Verbreitung von virtuellen Maschinen werden diese zum lohnenden Ziel für Angriffe. Theoretisch schottet die Virtualisierung Server und Anwendungen zuverlässig voneinander ab udn erhöht so die Sicherheit, doch eine Attacke auf die Virtualisierungs-Plattform selbst stellt ein enormes Risiko dar. Wo aber die Sicherheitskomponenten anschließen, wenn viele Computer und Netze nur noch virtuell existieren? Als Lösungsvariante versucht man, anstelle von physikalisch eigenständigen Firewall- und anderen Security-Appliances, auch die Sicherheitskomponenten als virtuelle Anwendungen in Form von virtuellen Maschinen auf einem gemeinsamen Host zu vereinen.

Untrennbar verbunden mit der Frage nach der Speicherung der Daten ist die Frage nach der Sicherheit der Daten. Diese zentralen und komplexen Themenbereich sollte der Anwender stets im Auge behalten.

Was kommt nach Terabyte?
- Exabyte (EB): 10.000.000.000.000.000.000 Byte
- Zettabyte (ZB): 10.000.000.000.000.000.000.000 Byte
- Yottabyte (YB): 10.000.000.000.000.000.000.000.000 Byte



verfasst am 09.04.2010, 01:20

Warenkorb

Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.

Rückruf-Service

Callback

Anmelden

eMail-Adresse:

Passwort vergessen?

Hersteller


Partner

HeiSchwimm.de