| Virtualisierung |
| Schlüsseltechnologie heute und in Zukunft Kosten reduzieren durch bessere Auslastung der Server und effektiveres Management |
| Virtualisierung und Cloud Computing waren und sind omnipräsent. |
Virtualisierung - Schlüsseltechnologie heute und in Zukunft Kosten reduzieren durch bessere Auslastung der Server und effektiveres Management der vorhandenen Kapazitäten sind wesentliche Argumente für die Viftualisierung. Virtualisierung und Cloud Computing waren und sind omnipräsent - laut dem renommierten Marktforschungsunternehmen Gartner wird die Virtualisierung in den nächsten vier Jahren die Infrastrukturen und Prozesse in Unternehmen am stärksten beeinflussen. Was aber steckt hinter den Begriffen, für die es zwar viele Interpretationen, aber keine einheitlichen oder standardisierten Definitionen gibt? Cloud Computing Cloud Computing erlaubt die Bereitstellung und Nutzung von IT-Infrast ruktur, von Plattformen und Anwendungen aller Art als im Web verfügbare Dienste, die von einem Anbieter im Internet erbracht werden Es ist also im Grunde ein Netzwerk-zentrierter Ansatz, bei dem das Mieten von Software, Hardware und Speicherkapazität lokal installierte, kostenintensive Anwendungen ablöst. Die Bereitstellung von Cloud-Diensten ist darüber hinaus dynamisch skalierbar und somit äußerst flexibel: Es wird immer die aktuell benötigte Menge an Ressourcen zur Verfügung gestellt und bezahlt - ein wesentlicher Faktor zur Senkung der Betriebskosten und Steigerung der Liquidität. Kritiker führen vor allem Sicherheitsbedenken ins Feld, wenn geschäftskritische Daten außerhalb des eigenen Unternehmens ge- Virtualisierung und Clouel Computing sind seit Jahren Top-Themen der IT-Branche. speichert und verwaltet werden, sowie das Fehlen von fest definierten Standards, wenn zum Beispiel der Cloud-Anbieter gewechselt werden soll. Virtualisierung - eine Schlüssel-Technologie Virtualisierung ermöglicht die Abstraktion von Hardware, Software, Netzen und Applikationen. Im übergreifenden Sinn werden mitVirtualisierung Software- oder Hardware-Techniken bezeichnet, welche eine Abstraktionsschicht zwischen dem Benutzer einerseits und physischen Ressourcen wie zum Beispiel Hardwarekomponenten eines Rechners andererseits, implementieren. Diese Abstraktionsebene dient dazu, mehrere Ressourcen logisch zusammenzufassen, so dass sie sich dem Anwender als eine einzige Komponente präsentieren, so um beispielsweise mehrere Rechner als einen Rechner erscheinen zu lassen, oder umgekehrt eine Ressource aufzuteilen, so, dass der Anwender mehrere logische Komponenten zur Verfügung hat. Die Analysten von Gartner gehen davon aus, dass Ende diesen Jahres weltweit 28 Prozent aller Server-Workloads virtualisiert sein werden, 2012 schon die Hälfte. In Deutschland könnte sich der Markt ähnlich entwickeln, wie der jGngste Cisco Connected World Report nahelegt: Ein Großteil der befragten IT-Entscheider (44 Prozent) zeigte sich davon überzeugt, dass in deutschen Rechenzentren innerhalb der nächsten drei Jahre mehr als die Hälfte der produktiven Server-Systeme virtualisiert sein werden. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt liegt der Studie zufolge derzeit bei knapp 40 Prozent. Die Wachstumsraten sind und bleiben viel versprechend in diesem Markt. Etabliert: Servervirtualisierung Virtualisierung kann auf den unterschiedlichsten Ebenen stattfinden. In der Praxis am meisten verbreitet ist die Servervirtualisierung, bei der sich mehrere Betriebssysteme als virtuelle Maschinen (VM) einen einzigen Rechner teilen und ihn gleichzeitig nutzen. Die Servervirtualisierung bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich: Höhere Flexibilität bei der Nutzung der (virtuellen) Server und ihrem Betrieb, da diese schneller installiert, modifiziert und auch gesichert werden können. Kosteneinsparungen durch bessere Ausnutzung der vorhandenen Rechnerhardware, da sich mehrere Betriebssysteminstanzen einen Rechner teilen können. Aufgrund der sicheren Isolierung sowie schneller Bereitstellung werden virtualisierte Umgebungen gerne für Tests und Entwicklung eingesetzt. Ein Schwach punkt ist der Single-Point-of-Failure: fällt ein Rechner aus, sind davon in der Regel viele virtuelle Maschinen auf ein mal betroffen. Bei der Implementierung von Servervirtualisierung kommt daher Mechanismen für Backup, Failover bzw. High Availability besonders große Bedeutung zu. Ein weiterer Schritt: Applikationsvirtualisierung Die Applikatioosvirtualisierung gilt immer mehr als Alternative zur herkömmlichen Installation bzw. zur etablierten Softwareverteilung. Das wesentliche Ziel von Applikationsvirtualisierung besteht darin, Anwendungen von ihrer Umgebung so weit zu isolieren, dass Konflikte rrit anderen Programmen oder dem Betriebssystem vermieden werden. Dadurch soll das Systemmanagement vereinfacht und die Sicherheit verbessert werden. Der Unterschied zur Desktop- und Servervirtualisierung besteht darin, dass nicht die Hardware virtualisiert wird, sondern dass eine Absttaktionsschicht zwischen einzelnen Anwendungen und das Betriebssystem eingezogen wird. Im Gegensatz zum klassischen Desktop entfällt die Installation von Programmen auf dem Zielrechner. Dabei handelt es sich in der Regel um Applikationen für Endanwender, weshalb diese hauptsächlich auf dem Desktop und, falls die jeweilige Lösung das unterstützt, auch in einer Terminalserver-Umgebung zum Einsatz kommen. Die meisten Tools für die Applikationsvirtualisierung eignen sich nicht nur für virtuelle Desktops, sondern bieten auch Vorteile auf herkömmlichen Arbeitsstationen und vor allem auf Terminal-Servem. Daher ist der Einsatz solcher Werkzeuge auch dann überlegenswert, wenn es im Unternehmen noch keine VDI (Virtuelle Desktop-Inrrastruktur)-Planungen gibt. Herausforderung: Client-Virtualisierung Die Servervirtualisierung gilt bereits als Standard, jetzt folgt der nächste logische Schrill: die Client-Virtualisierung oder das Virtual Client Computing (VCC). Dazu hat das Marktforschungsunternehmen IDC vor kurzem Zahlen aus eigenen Untersuchungen vorgelegt. Demnach ist die Bereitschaft der Anwender gewachsen, sich auch auf dieses Gebiet vorzuwagen. Die Marktforscher befragten im November und Dezember letzten Jahres 235 deutsche Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern zum Thema Client-Vinualisierung. Das Ergebnis: 41 Prozent der Bef ragten gaben an, bereits eine virtuelle Desktop-Infrastruktur beziehungsweise virtuelle Desktop-Rechner im Einsatz zu haben, 19 Prozent planen den Einsatz in den nächsten zwölf bis 24 Monaten und 17 Prozent befinden sich nach eigenen Angaben in der Evaluierungsphase. Wenn derzeit von virtuellen Clients die Rede ist, handelt es sich zumeist um eine Virtual Desktop Infrastructure (VDI oder einen Distributed Virtual Desktop (DVD), also eine Lösung, bei der die Client-Umgebung über einen Hypervisor von der Host-Hardware entkoppelt ist. Die Client -Virtualisierung ist dabei um so weiter verbreitet, je mehr PC-Arbeitsplätze das Unternehmen installiert hat. Das gilt allerdings nur bis zu 1000 Nutzern. Jenseits dieser Marke ist die Virtuelle Desktop Infrastruktur deutlich weniger verbreitet, da ihre Umsetztung Schwierigkeiten bereitet, häufig wegen mangelnder Konsolidierung. Die Client-Virtualisierung verspricht vor allem erhöhte Datensicherheit und weniger Administrationskosten. Wer genau rechnet, kommt an der Virtualisierung nicht vorbei. |
verfasst am 24.08.2011, 05:21 |
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